FrischGezwitschert http://www.frischgezwitschert.de Ein Weblog der Werbeagentur Cogtail Sat, 25 Jun 2011 08:29:43 +0000 en hourly 1 http://wordpress.org/?v=3.1.3 Ist in deutscher Werbung kein Platz für Humor? http://www.frischgezwitschert.de/2011/06/ist-in-deutscher-werbung-kein-platz-fur-humor/ http://www.frischgezwitschert.de/2011/06/ist-in-deutscher-werbung-kein-platz-fur-humor/#comments Sat, 25 Jun 2011 08:29:43 +0000 Cogtail http://www.frischgezwitschert.de/?p=683 Werbung und Humor bilden hierzulande leider höchst selten eine Einheit. Aber über John Cleese lachen wir natürlich auch gern; nur leider wertet dieses komödiantische Genie so nicht das langweilige Fernsehprogramm in Deutschland auf. Wir müssen dagegen mit Mario Barth vorliebnehmen.

www.youtube.com/watch?v=n0HZhM_CrSg

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Zack die Bohne: So geht mit Social Media nichts schief. http://www.frischgezwitschert.de/2011/05/zack-die-bohne-so-geht-mitsocial-media-nichts-schief/ http://www.frischgezwitschert.de/2011/05/zack-die-bohne-so-geht-mitsocial-media-nichts-schief/#comments Fri, 13 May 2011 12:13:27 +0000 Cogtail http://www.frischgezwitschert.de/?p=651 Sie müssen nicht unbedingt der große Platzhirsch im Internet sein. Insbesondere dann nicht, wenn Sie sich wie ein Elefant im Porzellanladen verhalten. Wenn Sie sozial (ehrlich, charmant, freundlich und zuvorkommend) sind, stoßen Sie damit ganz bestimmt bei dem einen oder anderen Kontakt auf Facebook, Xing, Twitter und Co. auf Gegenliebe. So entwickelt sich Ihr Netzwerk. So werden Sie ganz leise und still zum stolzen Zwölfender und können sich das lästige Geröhre  - wie bei unserem Freund in dem Video – sparen.

Auch Herr Bohne, Mitarbeiter des Kaffeerösters Tchibo, zeigte in seinem sozialen Verhalten so einige Entgleisungen. Aus diesem Grund entschloss sich das Unternehmen, mit ihm einen kleinen Spot zu drehen. Auf diese Weise präsentiert Tchibo seine Social Media-Guidelines, die nicht nur die Mitarbeiter des Unternehmens befolgen sollten:

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Image Filme für ein besseres Image http://www.frischgezwitschert.de/2011/02/image-filme-fuer-ein-besseres-image/ http://www.frischgezwitschert.de/2011/02/image-filme-fuer-ein-besseres-image/#comments Sat, 26 Feb 2011 17:52:23 +0000 Cogtail http://www.frischgezwitschert.de/?p=646 Sicherlich wissen Sie, was eine Tautologie ist. Eine Aussage, die immer war ist, etwa der “weiße Schimmel”, “a ist a”, “Es regnet oder es regnet nicht” oder “voll und ganz”. Eine besonders interessante Tautologie ist z.B. “Geschäft ist Geschäft”. Die Aussage ist wahr, keine Frage, doch ihr Sinn übersteigt diesen epistemisch trivialen Wahrheitsgehalt.

Auch (fast) so eine Tautologie: “Image Filme für ein besseres Image”

Es versteht sich von selbst, dass Image Filme dem Image eines Unternehmens dienen. Nicht umsonst wird dafür teures Geld bezahlt. Warum aber bezahlen Unternehmen für Image Filme, die als Image-bildende Maßnahme höchst zweifelhaft ist? Und warum investieren Filmemacher nicht in Kreative, Texter, Konzeptioner, Drehbuchautoren?

Schon eine kleine Idee, gut umgesetzt, kann einen Image Film aufwerten, ihn interessant, witzig, spannend oder originell gestalten. Solch ein kleines Beispiel habe ich beim Musikexpress gefunden. Und da es so gut passt, möchte ich Sie gleich auf ein neues Musik-Blog aufmerksam machen, das sich RoflRock schimpft – Sie hören doch Musik, oder? Sonst wäre ich auch sehr enttäuscht.

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HTC Desire HD: Der iPhone 4 Konkurrent http://www.frischgezwitschert.de/2011/02/htc-desire-hd-der-iphone-4-konkurrent/ http://www.frischgezwitschert.de/2011/02/htc-desire-hd-der-iphone-4-konkurrent/#comments Sat, 05 Feb 2011 15:52:52 +0000 Cogtail http://www.frischgezwitschert.de/?p=632 Da mein altes iPhone s0 langsam ausgedient hat, stellt sich mir nun die Frage: Will ich weiterhin auf Apple setzen und mir das iPhone 4 holen, oder suche ich nach einer Alternative? Die zumindest ist schnell gefunden, denn mit dem HTC Desire HD gibt es einen Konkurrenten, der nicht nur einen besseren, weil größeren Bildschirm anbietet.

Komplett habe ich mich nie von Microsoft verabschiedet: iTunes finde ich in diesem Umfeld  - ehrlich gesagt – nervig. Das ist eine Software, die ich eigentlich nicht brauche, sondern lediglich für das iPhone installiert habe. Da gefällt es mir besser, wenn gleich alles über Amazon läuft. Im Übrigen ist es mir schon länger ein Dorn im Auge, dass Apple letztlich vergleichsweise schwache Hardware für viel Geld einbaut… und hübsch arrogant Flash verbannt, weil Apple ja nur zukunftsträchtige Technologien unterstützt. Mich als Nutzer interessiert diese Einstellung offen gesagt herzlich wenig.

HTC Desire: Das Video des Herstellers

Doch schauen wir uns das HTC Desire HD mal genauer an. Bis auf ein paar negative Aspekte, die aus meiner Sicht größtenteils zu verschmerzen sind, macht sich das alternative Smartphone zum iPhone4 ziemlich gut. In Kombination mit dem obigen Video weiß man übrigens ziemlich genau, was das HTC Desire HD im Vergleich zu dem allseits bekannten iPhone leistet, und was vielleicht nicht. Dazu muss das folgende Video jedoch angeschaut werden:

Eine weitere Entscheidungshilfe für mich ist, wie schnell das jeweilige Gerät ist. Einen Vergleich zwischen HTC Desire HD und iPhone 4 findet sich hier:

Die Wahrscheinlichkeit, dass mein nächstes Handy, oder besser gesagt, Smartphone, kein iPhone, sondern ein HTC Desire HD wird, ist mittlerweile ziemlich groß. Auch wenn das iPhone 4 zweifelsohne seinen Charme hat, wohl aber eher in Frage käme, wenn ich komplett im Apple-Kosmos eingetaucht wäre.

Weitere Alternativen zum iPhone 4:

Samsung Galaxy S I9000
HTC 7 Mozart
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Idee für Visionen http://www.frischgezwitschert.de/2011/01/idee-fur-visionen/ http://www.frischgezwitschert.de/2011/01/idee-fur-visionen/#comments Mon, 17 Jan 2011 21:30:38 +0000 Cogtail http://www.frischgezwitschert.de/?p=629 Die Agentur Cogtail hat jetzt ‘nen Claim… und ein neues, bewegendes Bild auf der Startseite. “Ideen für Visionen”

www.cogtail.de

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Dieser Artikel ist vielleicht ab 6, 12, womöglich auch ab 18 http://www.frischgezwitschert.de/2010/11/dieser-artikel-ist-vielleicht-ab-6-12-oder-ab-18/ http://www.frischgezwitschert.de/2010/11/dieser-artikel-ist-vielleicht-ab-6-12-oder-ab-18/#comments Tue, 30 Nov 2010 17:24:49 +0000 Cogtail http://www.frischgezwitschert.de/?p=592 Deutschland ist seit jeher Internet-Entwicklungsland.  Privatmenschen wissen mitunter wie selbstverständlich nicht, was ein Weblog ist. Journalisten fragen, wozu ein Blog gut ist, manche haben auch förmlich Angst davor, wenn “Laien” bloggen. Schon schade, aber nicht wirklich schlimm. Schlimm aber wird es, wenn Politiker das Internet zwar nicht verstehen, es jedoch mit Gesetzen nachhaltig verändern. Katastrophal schließlich wird es, wenn selbst (einigermaßen) verständige Politiker entgegen ihrer Auffassung Entscheidungen mittreffen.

Deutschland: Ein Entwicklungsland beschließt, Entwicklung zu stoppen

Theorie und Praxis  – wo beides zusammengeht, werden kluge Entscheidungen getroffen.  Mit der Zustimmung zum Jugendmedienschutzstaatsvertrag (kurz: JMStV) beweist die hiesige Politik das krasse Gegenteil. Selten war der Realitätsverlust größer, die Kluft zwischen Theorie und Praxis unüberwindbarer. Wer hier zum echten Cliffhänger zu werden hat, ist schon jetzt klar: Die Blogger, Webseiten-Betreiber – bl0ß aber nicht die Politker. Schließlich hat Politik in Deutschland endgültig zur Talfahrt angesetzt. Ecken und Kanten wurden dabei behutsam abgeschliffen – es soll sich ja niemand ins eigene Fleisch schneiden.

Das einstige Land der Dichter und Denker, das für Werte genau so wie für Kreativität und Innovation stand, entwickelt sich zum Rückschrittsland. Thomas Krüwer schreibt zu Recht in seinem Weblog “Indiskretion Ehrensache“, wie sich Deutschland auf den zentralen Zukunftsgebieten selbst abhängt: Biotechnologie, Umwelttechnologie und das Internet. Die Welt ist im Begriff, sich zu wandeln, aber Deutschland macht  da nicht mit. Das Land und seine Politker tun so, als gäbe es keine Globalisierung, kein INTERNATIONALES Internet. Die ersten Blogs wollen Ihr Angebot ‘vom Netz’ nehmen – ich halte dies nicht für die richtige Entscheidung – das Resultat ist aber klar: Gute Angebote in Deutschland verschwinden, für den Internet-Standort Deutschland (um mal in dieser politischen Perspektive zu bleiben) bedeutet dies nichts Gutes. Die Jugendlichen wird dies weniger stören. Außer, dass sie sich nur noch stärker auf internationalen Websites tummeln werden. Doch die werden dann vermutlich immer öfter auch in deutscher Sprache verfügbar sein. So macht man das ‘deutsche Internet’ kaputt, während die Problematik lediglich ausgelagert wird. Wenigstens reiben sich Abmahnanwälte die Hände.

In den Geschichtsbüchern wird man in einigen Jahrzehnten festzumachen versuchen, wann und wo der Anfang vom Ende seinen Ursprung fand. Es mag gut sein, dass er um den Jahreswechsel 2010/2011 markiert werden wird. Ich erinnere mich in dieser Zeit an ein Interview mit dem von mir hoch verehrten Kurt Biedenkopf zurück, das er brand eins gegeben hat. Der darin prophezeite “Aufstand von unten” könnte m.E. Realität werden, S21 ist womöglich nur ein Anfang. Um so mehr wünsche ich mir, dass deutsche Politiker wieder mehr Profil zeigen und sich mit Verstand darauf besinnen, worum es geht. Dass sie zusammenbringen, was Herr Biedenkopf so treffend auf die Frage formuliert: Warum macht man da mit?

“Ja Gott, warum. Weil ich immer noch glaube, dass man etwas verändern kann. Und weil ich auch Verantwortung für Kinder und Enkel trage.”

Von einen Extrem zum anderen:

Zugegeben… die Blogger-Szene spricht vom Angriff auf die Meinungsfreiheit, oder etwa von der Unmöglichkeit, Blogs aufgrund des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages weiterhin betreiben zu können. Kaum jemand, der nicht in dieses Horn bläst. Adeversario.de meint… des ist alles ziemlicher Unsin. Polemik trifft also auf Polemik. Der Artikel darf HIER gelesen werden… und es darf auch weiterhin hitzig diskutiert werden:

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Über den Ursprung der Social Media http://www.frischgezwitschert.de/2010/11/ueber-den-ursprung-der-social-media/ http://www.frischgezwitschert.de/2010/11/ueber-den-ursprung-der-social-media/#comments Thu, 25 Nov 2010 09:38:44 +0000 Cogtail http://www.frischgezwitschert.de/?p=585 Social Media entsteht nicht auf Facebook oder Twitter, auch nicht in Weblogs, sondern in den Köpfen von Menschen. Eine soziale, kommunikative Einstellung ist notwendig, die eingesetzten Medien sind sekundär. Geradezu doof sind Aussagen: „Wir sind auf den Social Media-Zug aufgesprungen, weil wir nun endlich eine Facebook-Seite haben, oder twittern, oder ein Blog betreiben.“

Facebook, Twitter & Co. stehen – wenn man vernünftig drüber nachdenkt – ganz und gar fälschlicherweise für Social Media.  Genauso wenig, wie Zeitungspapier, der Fernseher & Co. für Klassische Medien stehen. Social Media „stirbt“ demnach auch nicht, wenn es eines Tages vielleicht keine Weblogs mehr gibt. Schließlich stirbt das Zeitungswesen nicht, sobald kein Papier mehr eingesetzt wird; die eZeitung ist schon heute Realität.

Es kommt auf Einstellung zu dem Thema an, auf beiden Seiten. Klassischerweise gibt es Produzenten (von Nachrichten, Zeitungsartikeln etc.) und Rezipienten, in den Social Media verschwimmt diese Grenze, während sich der Austausch beschleunigt und vervielfältigt. Der Wunsch, ja die innere Einstellung war vermutlich längst vorhanden, als es Social Media noch gar nicht gab. Robert Basic bspw. wurde vermutlich als Blogger geboren. Da hat er Glück gehabt, dass es vor einigen Jahren endlich die technischen Möglichkeiten gab, um dieser Bestimmung folgen zu können.

Warum überhaupt gibt es dieses Missverständnis? Wieso werden Praktikanten eingesetzt, um für das Unternehmen zu twittern? Wieso gibt es diesen Follower-Wahn? Und wie kann Robert Basic den Social Media-Wahn von Unternehmern mit nur zwei Fragen stoppen?

Das, und noch viel mehr, erfährst du in dem Artikel „Don’t Call It Social Media“. Tipp (aus den Kommentaren): Den Artikel ausdrucken und an Kunden verteilen. Ich werde es machen. 

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Testbericht RockMelt: Der neue Facebook Browser http://www.frischgezwitschert.de/2010/11/testbericht-rockmelt-der-neue-facebook-browser/ http://www.frischgezwitschert.de/2010/11/testbericht-rockmelt-der-neue-facebook-browser/#comments Fri, 12 Nov 2010 09:39:41 +0000 Cogtail http://www.frischgezwitschert.de/?p=562 Eigentlich ist es ganz schön seltsam: Bis vor gerade eben gab es keinen Browser mit “Social Media” als Schwerpunkt. Sieht man einmal von dem missglückten Versuch des Social Media Browsers Flock ab, der allerdings auch schon aus dem Jahre 2007 stammt. Mit RockMelt ändert sich das nun. Ob RockMelt ein Erfolg wird? Das sagt dir der nun folgende Testbericht.

Der  neue Browser RockMelt: Google Chrome meets Facebook

Der derzeit wohl schlankste, schnellste, beste Browser (Firefox bevorzuge ich insbesondere für die Entwicklung von Websites, nicht aber für das private Surfen)  trifft auf das wichtigste soziale Netzwerk Facebook. Tatsächlich sind die Funktionen von Facebook, für die man eigentlich die Website Facebook.com aufrufen muss, schon in den Browser RockMelt integriert.  Wie genau, das zeigt vorab der folgende Screenshot:

Links sind untereinander die Kontakte aufgelistet, rechts befinden sich die Grundfunktionen von Facebook (Nachrichten, News) sowie Twitter und Feeds. Besonders gut gefällt mir die Suche, die im Prinzip eine Google Suche ist, zugleich aber ermöglicht, einfach nach seinen Facebook-Kontakten zu googlen.

Alles in allem überzeugt mich RockMelt – viellciht sollte neben Facebook und Twitter noch Xing integriert werden, oder optional weitere Netzwerke hinzugefügt werden können. Da steckt noch viel Potential drin…

Wesbite: www.rockmelt.com

PS: Oben links gibt es ein kleines Drop Down-Menu “RockMelt”, dessen Tools-Sektion einiges bereitstellt. Insbesondere die Extensions seien empfohlen. RockMelt lässt sich damit schon jetzt recht gut erweitern, da Chrome Extensions genutzt werden können. Eigentlich zu erwarten. Trotzdem: Respekt.

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Pumuckl vs. Salesch: Was ist nur aus unserer Fernsehlandschaft geworden? http://www.frischgezwitschert.de/2010/10/pumuckl-vs-salesch-was-ist-nur-aus-unserer-fernsehlandschaft-geworden/ http://www.frischgezwitschert.de/2010/10/pumuckl-vs-salesch-was-ist-nur-aus-unserer-fernsehlandschaft-geworden/#comments Fri, 08 Oct 2010 08:55:25 +0000 Cogtail http://www.frischgezwitschert.de/?p=542 Was ist nur  aus unserer Fernsehlandschaft geworden? Früher hatte Fernsehen noch einen Bildungsauftrag: Immerhin zeigte mir Colt Seavers meinen allerersten Berufswunsch auf, während MacGyver suggerierte, ich könnte aus einem Zahnstocher ein ganzes Floß bauen. Durch Trapper John M.D. lernte ich, dass man als Doc im Krankenhaus ausreichend Zeit für Spässken, Saufen, und natürlich für die Liebe hat – etwas Zeit lässt sich zusätzlich einsparen, wenn man direkt vor dem Krankenhaus in einem Wohnmobil nächtigt.

Doch irgendwann war diese schöne, lehrreiche Zeit vorbei: Zunächst freute ich mich noch über eine Neuverfilmung von Pumuckl, registrierte dann aber, dass sich die Frau im schwarzen Umhang nicht unsichtbar machen konnte. Leider war es auch keine Superheldin, sondern nur Barbara Salesch. Damals ahnte ich noch nicht, was sich hinter diesem gekünzelt sardonischem Lächeln verbarg. Erst später wurde klar, dass diese Dame keineswegs für die Wahrheit sprach, sondern alles nur Lug und Trug war.

Was folgte, kam einer Wanderung von Lemmingen gleich, jedoch mit apokalyptischem Ausmaß. Eine Nanny z.B., die fast genau so lächelte wie jener wuschelige Rotschopf, dass ich mir fasst schon Sorgen machen musste, ob ich in Wirklichkeit nicht vielleicht in der Matrix gefangen und von Agenten nur so umzingelt bin.

Zwischenstopp: Der Adjektiv-Gau

Aber es kam noch schlimmer: In ”Bauer sucht Frau” suchten plötzlich liebevolle, treue, einfühlsame, zärtliche, einsame, ehrliche, schüchterne usw. Rinderwirte, Biobauer, Schäfer usw. nach einer würdigen Mama respektive Bäuerin. Obschon die jungen Leute somit das eine oder andere unbekannte Adjektiv aufschnappen konnten, vermochte dieser Umstand nur unmerklich zu trösten.

Und weil das alles noch nicht genug ist, machen heuer vollkommen talentfreie Menschen (nein, nicht die Moderatoren) ”Karriere” – oder so etwas Ähnliches: Da singt sich der Schäfer Heinrich (aus ”Bauer sucht Frau”) in die Charts, während eine mir bis dato völlig unbekannte Daniela Katzenberger  - mit immerhin zwei ”Talenten” gesegnet – singt, obwohl auch sie nicht singen kann, ein Café eröffnet, obwohl sie wieder backen noch bedienen (Nachtrag: Ok, bedienen soll sie können…) kann, und aus irgendwelchen unbekannten Gründen lächerlich gehyped wird (für was, das weiß ich bis heute nicht).

Aber die Geschichte ist noch nicht zu Ende:  In ”Tatort Internet” verfolgt Stephanie zu Guttenberg, Ehegattin von Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, Menschen, die sich via Internet-Chat an kleine Kinder ‘ranmachen’. Weniger, um aufzuklären (denn Aufklärung findet praktisch nicht statt – hier sei ein Artikel des Medienjournalisten Stefan Niggemeier empfohlen: http://ht.ly/2Qr7s ), als vielmehr aus reiner ”Effekthascherei”. Sind die Agenten der Matrix, die uns falsche Tatsachen vorspiegeln, nun also doch Wirklichkeit geworden?

Hätte es damals bloß eine Wiederholung von Pumuckl gegeben. Vielleicht wäre uns all das erspart geblieben.

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Keine linke Bazille für’s Viralmarketing http://www.frischgezwitschert.de/2010/09/keine-linke-bazille-fuers-viralmarketing/ http://www.frischgezwitschert.de/2010/09/keine-linke-bazille-fuers-viralmarketing/#comments Thu, 30 Sep 2010 11:37:58 +0000 Cogtail http://www.frischgezwitschert.de/?p=521 Ist das wirklich noch Guerilla (Kleinkrieg)-Marketing, wenn man als Hipster Hitler vor das Zug(führer)pferd spannt? Und darf man so schwere Geschütze auffahren, um T Shirts zu verkaufen? Aber vor allem: Kann man den Marketing-Krieg damit überhaupt gewinnen? Eigentlich nicht! Denn als Hipster ist Hitler nicht wirklich geeignet. Aber bekanntlich ist im Guerilla-Marketing alles erlaubt, was schockt. Und das wiederum kann ein Hipster Hitler, wie kein zweiter.
52.500 Ergebnisse spuckt Google aus, wenn ich „Hipster Hitler“ eingebe – gar nicht schlecht, also – darunter Weblogs wie
Diese drei Seiten stehen stellvertretend für zahlreiche Websites, die auch qualitativ hochwertig sind:  Ein Pagerank von 4, 5 und sogar 7 ist wahrlich nicht von schlechten Eltern. Man kann zu den Comics stehen wie man will; sie zeigen, wie man mit einfachen, aber guten Ideen einige Aufmerksamkeit auf sich ziehen kann. Hipster Hitler jedenfalls hat hier eindeutig gewonnen.
PS: Selbstverständlich ist natürlich, dass Hipster Hitler auf  Facebook und Twitter vertreten ist und als “Führer” auch so einige Follower hat.
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