Wie normal ist Guido Westerwelle? Die Frage stellen sich in Deutschland derzeit nicht gerade wenige Menschen. Die taz jedenfalls ist sich (in diesem Artikel) in einem Punkt sicher: Als Homosexueller ist unser Außenminister so normal wie Du und ich – und beschwört nebenbei aus Westerwelles Aussagen ein Feindbild herauf, dass es fast schon an Voodoo grenzt.

Nein, Schwulsein ist keineswegs etwas Normales – denn die Mehrheit der Menschen in Deutschland (oder weltweit) sind es nicht. Auch Genies sind nicht normal, ebenso wenig wie gute Politiker, ja auch Guido Westerwelle ist nicht normal.

Schwulsein ist die natürlichste Sache der Welt

Wenn sich Jugendliche angesichts ihrer Homosexualität fragen: „Bin ich normal?“ Dann ist das also eine überflüssige, weil falsche Frage. Vielmehr sollte Heranwachsenden bewusst werden (ganz offensichtlich auch vielen Erwachsenen), dass Nicht-Normalsein nichts Schlimmes es. Schlimm jedoch ist, nicht zu begreifen, wie „natürlich“ Schwulsein ist – so natürlich, dass es weder Sinn macht, sich darüber aufzuregen, verächtliche Bemerkungen abzugeben, noch zu versuchen, das „Homosexuelle“ durch erzieherische Maßnahmen auszutreiben.

Besonders schade – wenn nicht gar gefährlich – ist, wenn sich das Unverständnis seitens der taz wie ein roter Faden durch den Artikel zieht, indem die Aussagen von Herrn Westerwelle auch noch falsch interpretiert werden: „Wer sich nicht anstrengt, macht nicht denselben Weg wie jemand, der sich anstrengt“. Da wird eine banale, jedoch richtige Aussage zum „trojanischen Pferd“, die mit „sozialdarwinistischer Füllung“ daher kommt. Zur Erklärung (für die taz): Anstrengen (liebe taz) bedeutet, einen schwereren Weg zu gehen, nicht anstrengen impliziert hinsichtlich der Lebensführung einen leichteren. Ist doch alles ganz einfach, oder?

Doch es ist ganz und gar nicht lustig, wie die taz ein Feindbild aufbaut und sich dazu unlauterer Methoden bedient. So kann man auch nicht bei den Kritikern von Herrn Westerwelle punkten, da sich diese ganz offensichtlich mit dem Außenminister und seiner Politik auseinandersetzen – heißt: Sie denken!

Zum Schluss bleibt nur noch, der Jugend zwei Ratschläge mitzugeben. Schwulsein ist etwas ganz Natürliches. Es macht also überhaupt nichts, nicht ganz normal zu sein. Glaubt nicht alles, was in der taz steht.

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