Seit vielen Jahren begleitet mich diese Aussage: “Kinder sind die besten Wissenschaftler.” Zugegeben: Ihr Problem besteht darin, dass sie noch nicht über ausreichend Vorwissen verfügen… der bis zum Grundschulalter noch nicht ganz ausgebildetet Temporallappen ist sicherlich auch ein wenig ungünstig. Worauf es aber ankommt, ist ihre Fähigkeit, Dinge anders zu sehen und völlig unterschiedlich zusammensetzen zu können.

Die Werbung der “Children’s Foundation” zeigt auf eindrucksvolle Weise, dass das Besondere nicht nur nicht immer offensichtlich ist, sondern oft als banal, lächerlich, krank abgestempelt wird. Das ist nicht nur für diese unterschätzten genialen Köpfe schlimm (die zu Opfern werden), sondern auch für die, die es nicht sehen und stattdessen den Finger auf andere zeigen: Sie werden nie zu großen Ideen fähig sein.

Alles immer sofort perfekt machen zu wollen, ist das Dümmste, das man nur tun kann. Wer sich keine Fehler zu- und eingesteht, wird weitaus größere machen. Wer immer auf Nummer Sicher geht, geht das Risiko ein, schnell zu scheitern. Und mal ehrlich… Spaß macht sowas ja auch nicht mal.

“Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, ist ein [kreativer] Mensch”, hat Erich Kästner gesagt. Da ist was Wahres dran, es wird nur immer wieder vergessen.

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